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 Die Vitalsensoren ermöglichen ein exaktes Gesundheitsmonitoring des Anwenders. Zur Erfassung des EKGs sind trockene Elektroden in ein textiles, komfortables Tragesystem integriert. Die intelligente Auswertung sämtlicher Sensordaten (EKG, Aktivität, GPS) ermöglicht die Gewinnung neuer Informationen durch Datenfusion. Dabei werden relevante medizinische Informationen, ggf. auch Notfallmeldungen, direkt an die Telemedizinische Plattform übertragen. Hochintegrierte Informationen werden über ein energieeffizientes Protokoll mit dem Aktivitätsarmband ausgetauscht.
Per Video erfolgt die Echtzeit-Erfassung, Rekonstruktion und Simulation von Bewegungsabläufen, die der Nutzer innerhalb einer motivationsfördernden Spielsituation in Szenarien der Rehabilitation oder eines Trainingsplans absolvieren soll. In einer „High Precision“ Variante wird ein Mehrkamerasystem verwendet, um vollständige dreidimensionale Körperposen in Echtzeit zu ermitteln. Um zu vermeiden, dass der Nutzer einen speziellen Motion Capture‐Anzug tragen muss, beschränkt sich das System neben dem Körperschwerpunkt auf die für die Übungen relevanten Hand- und Fußgelenke des Nutzers. Eine Low Cost Variante ermöglicht den Einsatz zu Hause.
Das Aktivitätsarmband kommuniziert mit den im Nahfeld verfügbaren Sensoren - wie zum Beispiel Herzaktivität (Puls) und Bewegungssensorik. Das Aktivitätsarmband bringt diese Daten dann zur Anzeige und der Anwender kann so unmittelbar wichtige Parameter beobachten. Bei Unter- bzw. Überschreiten von Alarmgrenzen erfolgt eine aktive Rückmeldung an den Benutzer. Die persönlichen Einstellungen des Aktivitätsarmbandes (Min/Max-Werte, Alarm etc.) werden über die intelligenten Vitalsensoren via M-Box vorgenommen.
Bewegungssensoren ermöglichen nicht nur die Dauer und Intensität einer körperlichen Aktivität zu erkennen, sondern dienen auch der Unterscheidung von verschiedenen Bewegungsarten (z.B. Sport, Sitzen, Liegen, Treppen steigen). Es lässt sich auch der Energieverbrauch durch die Bewegung bestimmen. Die Bewegungssensoren liefern zudem Informationen über die Art und Weise, wie eine Bewegung durchgeführt wird, und ermöglichen somit auch die Identifikation eines Benutzers.
Die M-Box führt die Vital- und Bewegungsdaten sowie die Daten aus dem Videotracking zusammen. Sie dient außerdem als Konsole für motivierende Spiele, die an die Erfordernisse der Zielgruppe angepasst sind. Eine weitere Aufgabe der M-Box ist, die gesundheitsrelevanten Daten an die Telemedizinische Plattform weiterzuleiten.
Mit Hilfe eines GPS Sensors kann die Position und die Bewegung einer Person bestimmt werden. Dadurch ist es möglich, die von der Person zurückgelegte Strecke, die Geschwindigkeit und das Höhenprofil zu bestimmen. Für das Ausdauer-Training können so wertvolle Zusatzinformationen gewonnen werden.
Vitaphone wird seine bestehende integrierte Serviceplattform für die neu zu konfigurierende Betreuungssystematik im Ausdauer- und Koordinationsbereich modifizieren und bereits vorliegende Service- und Monitoringszenarien aus unterschiedlichen medizinischen Kompetenzbereichen auf die speziell erforderlichen Belange des Projektes adaptieren. Dazu werden die Datenbasen um die physiologischen Vitalparameter der unterschiedlichen Sensoren erweitert und die Systemarchitektur des Webportals angeglichen. Darüber hinaus erfolgt eine persönliche, individuelle Betreuung der Nutzer im Sinne adäquater Motivationsanreize über das Telemedizinische Service Center von Vitaphone.
Die beteiligten Value Partner TK/WINEG und die BKK Gesundheit sind an Systematiken interessiert, die im Sinne der Prävention zu einer besseren gesundheitlichen Versorgung der Versicherten beitragen. Nutzen und Effizienz werden sowohl auf der Ebene des Gesundheitssystems als auch auf der Ebene der Versorgungsstrukturen betrachtet. Jede dieser Betrachtungsebenen birgt Ansatzpunkte für eine optimierte Versorgung der Versicherten – mit der Chance, zum Ausbau eines bedarfsgerechten innovativen Dienstleistungsangebotes im Bereich der Prävention beizutragen.
Die Daten, die während des Trainings aufgezeichnet werden, können über die Motivotion-Plattform ausgewertet werden. Über ein Web-Interface haben die Nutzer die Möglichkeit, zusätzliche Funktionen zu nutzen. Dazu gehören z. B. interaktive Trainingstagebücher, Wettbewerbe und Community-Funktionen.
Das Ziel ist es, die inhaltliche Umsetzung der Trainings- und Bewegungsvorgaben zu formulieren. Die Trainingsinhalte werden auf Basis sportwissenschaftlicher und sportmedizinischer Erkenntnisse erstellt und in medialen Produkten dargestellt und vertrieben. Hierbei sind die weitreichenden fachlichen Kenntnisse und Vertriebswege eines Verlags unabdingbar für die flächendeckende Versorgung des Marktes.
Die Akzeptanztests stellen eine wichtige Säule des Projekts dar. Hier werden die Systemkomponenten von Testpersonen der Zielgruppe auf Herz und Nieren geprüft: Funktionalitäten, Datenströme, Reporting und Qualitätsmanagement werden genauso auf Alltagstauglichkeit geprüft wie Handhabbarkeit, Ergonomie und Benutzung des Systems. Der therapeutische Nutzen des Systems wird u.a. hinsichtlich der Therapietreue, der Steigerung der individuellen Leistungsbreite und der Lebensqualität evaluiert. Zur Durchführung werden regelmäßig Workshops durchgeführt, die gewonnenen Erkenntnisse reflektiert und die weitere Vorgehensweise für den Feldtest abgestimmt.
Um das Motivotion 60+-System nachhaltig am Markt zu platzieren, werden erfolgversprechende Geschäftsmodelle entwickelt, bewertet und konkretisiert. Ziel ist es, die Nutzer, Kostenträger und unmittelbaren Umsetzungspartner von der nachhaltigen Nutzung von Motivotion 60+ zu überzeugen. Somit soll eine Verstetigung des Systems erreicht werden. Darüber hinaus werden Kommunikations- und Marketingmaßnahmen für das System beschrieben sowie Handlungsempfehlungen für zukünftige Aktivitäten erarbeitet.